Integrale Evolution

Integrale Evolution ist ein völlig neuartiger und einzigartiger Therapieansatz, der den Fokus auf Gesundheit und die Ausschöpfung menschlichen Potentials durch die Beachtung physiologischer Abläufe unter Beachtung der für den Menschen vorgesehenen Entwicklungsschritte setzt.

Anders als in der meist gängigen Medizin herrscht bei der Integralen Evolution eine völlig andere Auffassung von Pathologie, Erkrankung und Symptomen. Pathologische Erscheinungen werden hier nicht als ein Fehler im System gesehen, sondern als die Symptomensprache des Körpers, die uns darauf aufmerksam machen möchte, dass bestimmte menschliche Regelsysteme nicht das haben, was sie brauchen um physiologisch (sprich so wie von der Natur unter Optimalumständen gedacht) zu funktionieren – für sich gesehen oder im Verbund mit anderen Regelsystemen.

Die wichtigsten Regelsysteme sind dabei aus Sicht der Integralen Evolution die Mitochondrien als Produzenten von Energie, das Nervensystem (organisch und psychisch) als Chef des Organismus sowie das Immunsystem, welches die äußere Abwehr sicherstellen soll, und schlussendlich das Hormonsystem als Vermittler zwischen den eben genannten Instanzen.

Diese Denkweise geht weit über die in der Naturheilkunde propagierte Ganzheitlichkeit hinaus. Ganzheitlich kann aus Sicht der Integralen Evolution nur funktionieren, wenn nicht bereits Teilbereiche funktionsunfähig sind. Funktionsfähigkeit von Regelsystemen alleine und als Konsequenz auch in ihrer Vernetzung miteinander sorgen so für Reifungsverzögerungen.

Reife wird normalerweise als natürliche Konsequenz des Heranwachsens betrachtet, doch in vielen Fällen führt das Voranschreiten der Zeit und das Erreichen des erwachsenen Alters nicht zur eigentlichen Reifung des Organismus.

Problematisch an unreifen Regelsystemen ist ihre mangelnde Fähigkeit sich selber zu regulieren.

Selbstregulation wiederum ist unabdingbar für biologische Autonomie (sprich: gute Assimilation von Nährstoffen, Entgiftung u.a.), die nach Auffassung der Integralen Evolution eine rudimentäre Basis für Gesundheit darstellt.

Auch psychologische Autonomie und Individuation sind ohne emotionale und mentale Selbstregulation nicht möglich.

Dadurch kann der Mensch sein physisches, emotionales, mentales und spirituelles Potential nicht ausschöpfen.

Reifeverzögerungen und Entwicklungsblockaden können und werden bis zu einem bestimmten Grad kompensiert, daher fallen Sie im alltäglichen Leben zunächst einmal nicht als solche auf. In vielen Fällen liegen Entwicklungsverzögerungen nur in Teilbereichen vor, die dann auch noch kompensiert werden können. Oft werden diese Teilverzögerungen dann auch noch von besonderen Talenten und Begabungen überspielt.

Beispiele:

  • Jemand ist sehr geschäftstüchtig, kann aber keine sozialen Kontakte knüpfen.
  • Jemand ist ein herausragender Künstler, kann aber keine vernünftigen Honorare für sich aushandeln.
  • Jemand hat sehr viel Liebe für seine Familie übrig, kann aber seine Wohnung nicht in Ordnung halten.
  • Jemand ist nach außen gesehen stark und patent, nach innen jedoch abhängig von Zuwendung und Bestätigung von anderen.

Kompensierungen mögen zwar funktionieren, doch ein optimaler Zustand ist das nicht. Sie rauben Energie und sorgen gleichzeitig dafür, dass das Betriebssystem Mensch nicht sein optimales Potential ausschöpfen kann. Wahrgenommen wird dieser Zustand dann unter Umständen als Symptom oder als sich wiederholende Muster im Leben eines Menschen.

Das umkoordinierte nebeneinander Herlaufen von Körpersystemen, die eigentlich in einer bestimmten Weise miteinander vernetzt sein sollten, kann auch als Dissoziation bezeichnet werden. Dieser Ausdruck ist zunächst einmal aus der Psychologie bekannt, wird aber bei der Integralen Evolution auf den Organismus als Ganzes übertragen, sobald seine Teile nicht mehr miteinander, sondern gegeneinander arbeiten weil Einheit im Laufe des Lebens verloren gegangen ist oder in vielen Fällen von Anfang an nicht da war.

Integrale Evolution als Konzept bemüht sich um die physiologische Analyse symptomatischer Regelsysteme für sich gesehen als auch in ihrer Arbeit miteinander. Ein physiologischer Standpunkt bemüht sich um das Verständnis der Funktionsweise eines gesunden Körpers, während die Pathologie krankhafte Prozesse untersucht.

Physiologie ist dabei eng an Entwicklung geknüpft. Dies bedeutet, dass Regelsysteme in einer von der Natur vorgegebenen Reihenfolge reifen und sich dann miteinander vernetzen.